Alpinausbilder Felskurs

Der Ausbildungskurs für die Alpinausbilder-Anwärter fand Anfang Juni im schönen Gebiet der Lindauer Hütte statt. Dabei waren 2 Bergretterinnen und 5 Bergretter aus den Ortsstellen Bregenz, Bezau, Dornbirn, Hittisau, Mellau und Mittelberg vertreten, welche den Kurs zur vollsten Zufriedenheit der Kursleitung absolviert und bestanden haben.

Am Freitagmorgen war es gewiss, die Sonnenbrille kann für dieses Wochenende sicher in der Deckeltasche verstaut werden. Dafür wurden die Winterhandschuhe aus dem Rucksack gekramt. Bei winterlichen 10 cm Neuschnee ging es mit den Einsatzfahrzeugen hoch zur Hütte. Dort erläuterten die Kursleiter Alex und Roland das stark umgemodelte Programm für die anstehenden Tage.

Am Freitagvormittag wurden aufgrund von starkem Schneefall ein paar Theorieeinheiten und kleinere Einzelarbeiten eingeschoben. Dabei ging es hauptsächlich um Themen rund um Materialkunde, Organisationsstruktur, Kursvorbereitung, Kursaufbau und Hilfestellung für Ausbildungsthemen. Nach dem Mittagessen ging es dann erstmals an den (verschneiten) Fels wo die Teilnehmer ihre ersten Gruppenaufgaben lösten und anschließend vorstellten. Diese waren Standplatzaufbau, Seilverlängerung und Sicherungstechnik. Am Abend meisterten die Kursteilnehmenden in zwei Gruppen zwei Aufgaben, die sie zur weiteren Auswertung filmten.  Am Abend genossen wir noch das Bergrettungs-Planspiel, welches von unseren Kollegen aus Vandans entwickelt wurde. Prädikat: Sehr empfehlenswert!

Der Wetterbericht für Samstag hatte Besserung versprochen, was auch glücklicherweise eintrat. Zumindest schneite es am Vormittag nicht mehr. Wir suchten uns zunächst ein geeignetes Übungsgelände und beübten wieder einige Themen rund um die organisierte Rettungstechnik. Wie schauen dort die Techniken aus, worauf gilt es zu achten, wenn man diese Themen auf Kursen oder in der Ortsstelle schult und vorstellt? Im Anschluss haben wir uns noch mit dem Standplatzbau mit Erdanker beschäftigt. In einem Aufbau wurde mit einem Kettenzug das System bis zum Versagen belastet. Ein sicher eindrücklicher Versuch, der zu interessanten Erkenntnissen geführt hat.
Nachdem wir uns zu Mittag auf der Hütte aufgewärmt und gestärkt hatten, gab es die nächste Gruppenarbeit. Sie sollten eine Seilbahn aufbauen und im Nachhinein präsentieren. Die Kursleitung nutzte diese Zeit, um eine Einsatzübung zu organisieren. Die Gruppe musste ein Ehepaar aus einem provisorisch aufgebauten Klettersteig bergen. Eine interessante Übungsaufgabe, welche ebenfalls mit Bravour gelöst wurde.
Am Abend gab es nochmals ein paar Vorträge zum Thema Materialkunde. Dann besuchte uns Christian Fritz, ebenfalls Ausbilder der Bergrettung Vorarlberg, welcher uns einen Einblick in seine Tätigkeit in der Höhlenforschung gab.

Am Sonntagvormittag ging es für alle Teilnehmenden nach ausgiebigem Frühstück auf Entdeckungstour in eine nahe gelegene Höhle. Christian führte uns sicher durch die Höhle und gewährte uns so Einblick in diese spannende Materie. Abgerundet wurde das Manöver mit einer Bergung aus diesem Metier, was sich als äußerst interessante und kraftraubende Tätigkeit herausstellte. Nachdem wir uns wieder ans Tageslicht gewöhnt hatten, verbrachten wir die restliche Zeit mit der Einmannbergetechnik. Die Gruppe musste dazu ein geeignetes Gelände suchen und bereitete den Übungsaufbau vor. Danach wurde das Szenario beübt.

Die Kursleitung bedankt sich bei allen KursteilnehmerInnen für die motivierte Mitarbeit. Danke an das Team der Lindauer Hütte.

Alexander Engstler & Roland Jochum
Kursleiter

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