Canyoning-Kurs

Am Freitag, den 20.05.2022 um 13:00 Uhr trafen sich die Canyoning-Ausbilder voller Vorfreude zur Koordinierung beim Ausstieg des Weissenbachs in Schnepfau. Die Neoprenanzüge samt Ausrüstung standen bereit, der Wasserstand war perfekt und die Temperaturen sommerlich heiß. Als der Leiter der Koordinierung, Luca Rüf gemeinsam mit unserem Ausbilder-Guru Thomas Schranz, begann den Ablauf der Koordinierung zu erklären, war den Teilnehmern klar, dass dies ein schweißtreibender Nachmittag werden würde und der Neoprenanzug nicht benötigt wird. Ein perfekt vorbereiteter Stationsbetrieb im hervorragenden Übungsgelände des Weissenbachs musste von den Ausbildern in Zweierteams abgearbeitet werden. Nach dem den Ausbildern einiges bei den Stationen abverlangt wurde, gab es ein gemütliches Beisammensein mit Grillerei unmittelbar am Weissenbach.

Herzlichen Dank an Luca und Thomas für die Organisation.

Am nächsten Tag um 07:30 Uhr wurden die Kursteilnehmer beim Stützpunkt der Bergrettung Dornbirn bei strömendem Regen von der Kursleitung begrüßt. Nach einer kurzen Erklärung des Kursablaufes wurden die Gruppen nach Ausbildungsstand eingeteilt.  Es gab eine Anwärter-, drei Wiederholer- und zwei fertig ausgebildete Canyoningretter- Gruppen. Trotz des Regens starteten die Gruppen plangemäß mit ihrem Ausbildungsprogramm.

Die Anwärtergruppe begab sich in das Übungsgelände unmittelbar bei der Kobelache, um dort die Grundfertigkeiten auf dem Weg zum Canyoningretter zu erlernen. Am Nachmittag wurden die Techniken im Spätenbach auch schon angewendet.

Die Wiederholer- und Canyonigretter Gruppen begaben sich gleich morgens in den Spätenbach. Die Wiederholer übten die, bereits als Anwärter erlernten, Techniken und erhielten eine Schulung der restlichen Spezialtechniken des Handbuches direkt im Bach. Die Canyoningretter-Gruppen wurden von Beginn an im Spätenbach gefordert und mussten sämtliche Techniken anwenden und üben. Zudem wurden spezielle Techniken für individuelle Situationen geschult. Weiter ging es für die Canyoningretter im Übungsgelände Schaner Loch, wo auf die Teilnehmer ein Bewegungsparkour mit Seilbahn, Treibanker, Aufstieg am Seil und Traverse wartete.

Nach einem langen Tag ging es zurück zum Stützpunkt der Bergrettung Dornbirn, wo das Abendessen schon bereitstand. Nach dem Abendessen folgte noch ein spaßiges, jedoch lehrreiches Abendprogramm mit gemütlichem Ausklang.

Am nächsten Morgen stiegen die Teilnehmer bei besten Verhältnissen in die verschiedenen Schluchten ein, um das Erlernte vom Vortag nochmals zu üben und zu intensivieren.

Die Canyoningretter wurden abermals aufs Schärfste gefordert. Nach einer Aufwärmtour in der Rudach, mit anschließender kurzer Jause, ging es auch schon weiter. Beim Einstieg der Kobelache gab es von den Ausbildern eine Einweisung in den Umgang mit der Canyoningtrage. Danach wurde ein 80 kg schwerer Dummy in der Trage fixiert, mit dem Ziel den Dummy in der Trage sicher, jedoch zügig und effizient bis zur Ammansbrücke zu transportieren. Bei diesem Unternehmen wurde den Canyoningrettern technisch sowie konditionell einiges abverlangt. Nach drei Stunden schweißtreibender Arbeit im Bach erreichten die Canyoningretter die Ammansbrücke. Doch um die Trage aus dem Bach zu heben, mussten die Canyonigretter noch eine Seilbahn aufbauen, welches auch mit Bravour gemeistert wurde.

Einen großen Dank den Helfern sowie den Ausbildern, die diesen logistisch fordernden Kurs überhaupt möglich gemacht haben.

Gmeiner René
Kursleiter

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